Auszug und Reisevorbereitung

Hallo Ihr Lieben, da ich in letzter Zeit darauf aufmerksam gemacht wurde, dass unsere Beiträge ziemlich verspätet erscheinen, möchte ich versuchen, das zu ändern. Die Vorbereitungen fingen im Juli an, als wir erfuhren, dass wir während unserer Elternzeit-Reise keine Untermieter holen dürfen. Es blieben drei Varianten: weiter zahlen und reisen (kam nicht in Frage), die Vermieterin anklagen und reisen (ungerne, weil stressig und wie soll man mit diesem Verhältnis dort weiter wohnen) oder ausziehen (stressig, aber die einzig akzeptable Entscheidung).

So stand es fest – schon wieder geben wir unseren Wohnort auf. Wochenlang haben wir gepackt und sortiert, verschenkt und verkauft und einen drei Zimmer Haushalt auf 8 m² gebracht. Unsere Couch hat Linda abgekauft, aber der Rest ist in einen Container nach Hersbruck gewandert.

Neben dem ganzen Packen wollten wir ja möglichst schnell los, um dem kalten Wetter zu entwischen. Daher haben wir parallel uns erst ein neues Wohnmobil gesucht und gefunden. Und dann ihn etwas aufgebessert, damit er nicht nur für zwei Wochen, sondern für 8 Monate für unterschiedliche Wetterlagen tauglich wird. Reifen wurden gewechselt, eine größere Batterie und stärkeres Solarpanel eingebaut. Flo hat die ganze Verkabelung selber gemacht und alles angebracht. Die kleine Küche haben wir verschönert: es kam ein richtiger Wasserhahn rein und unsere Kaffeemühle. Auch die restlichen TicTacTiles werden nach und nach eingeklebt(ich habe zwar versprochen, dass sie ausreichen, bin mir aber dem nicht sicher). Außerdem wurden alle Wassertanks gereinigt und ein Wasserfilter installiert, damit wir uns keine Gedanken um die Wasserqualität machen müssen. Wir haben dann noch viele Haken angebracht, weil unsere ganzen Klamotten nicht in die Fächer reinpassen.

Vor eineinhalb Wochen (unglaublich, es scheint schon vor einer Ewigkeit gewesen zu sein) war unsere große Möbel Aktion. Eine Ladung hat Flo alleine weggefahren. Den Anhänger hat uns ein Nachbar ausgeliehen und für den Rest kamen liebe Menschen zum Helfen. Vielen lieben Dank an Felix, du hilfst ja bei allen unseren Umzügen und es macht dir nichts aus, dass Berlin nicht gerade bei Nürnberg um die Ecke liegt. Danke an Thomas, Michael und Linda, die die ganzen Sachen aufgeladen und mit zum Lager gebracht haben und an Daggi, die mich und Paul unterstützt hatte. Das Grillen war eher beiläufig als festlich. Dann haben wir ein schönes Abschiedsgeschenk von den tollen Menschen bekommen, die uns in den letzten eineinhalb Jahren am nächsten waren. Da wir unsere Gitarre nicht mitnehmen können, weil unser Camper nicht unendlich groß ist, haben sie uns eine schöne Ukulele geschenkt. Bald können die Töne mit „On the White Sandy Beach auf Hawaii“ erklingen. Und obwohl wir nicht zu den weißen Stränden von Hawaii fahren, wird unsere Reise bestimmt an irgendeinem spanischen oder portugiesischen Strand vorbei führen. Und unser Zuhause ist immer mit uns.

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